FREIE PLÄTZE: Ab Juni/Juli 2023

Das pädagogische Konzept

Die Schwerpunkte meiner Arbeit

Partizipation

Die Kinder werden an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt. Das heißt, die Partizipation gibt den Kindern die Möglichkeit, den Alltag aktiv mitzugestalten. Um ihnen genügend Raum für Mit- und Selbstbestimmung zu schaffen, stehe ich in der täglichen Interaktion mit den Kindern. Auch die nonverbale Kommunikation spielt eine zentrale Rolle, um die Allerkleinsten zu berücksichtigen. Die Partizipation fängt schon mit kleinen Dingen an:

·         Mitgestaltung des Morgen- bzw. Singkreises durch Lieder- und Spielauswahl

·         Selbstbeteiligung am Esstisch, wie z.B. das Einschenken aus der Kanne, die Teller austeilen, sich selbst Essen nehmen, neben wem möchte das Kind sitzen, möchte es das Essen probieren

·         Selbst bestimmend Spielen, wo, mit wem und mit was das Kind spielen möchte

·         Allein versuchen sich anzuziehen

Partizipation ist der Schlüssel zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit.

Kinder lernen am besten, wenn sie beteiligt sind. Deshalb ist mir, in meiner Arbeit besonders wichtig, Kindern viele Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen. Beteiligung von Kleinstkindern braucht vor allem eins: Zeit, nicht zu vergessen Zutrauen und Vertrauen. Partizipation in der „Kindertagespflege“ ist Partizipation im Handeln.

Freies Spiel

Freies Spiel ermöglicht dem Kind, entsprechend seinem individuellen Lerntempo, Lernbedürfnissen und Lerninteressen, das pädagogische Material frei zu wählen und dabei seine Umwelt spielerisch zu erkunden. Das heißt, dass das Kind, das tun kann, wonach es gerade Lust hat. Es wählt sich den Spielbereich, das Spielmaterial und möglicherweise seinen Spielpartner selbst aus. Das Kleinkind weiß unbewusst, was es gerade für seine Entwicklung braucht. Spielen ist die wichtigste Lernform im Kindesalter, denn im Spiel sammelt das Kind Erfahrungen, löst Probleme, verknüpft und entwickelt Strategien.

Im Freien Spiel wird das Kind ganzheitlich in allen Entwicklungsbereichen gefördert.

Meine Aufgabe besteht darin, das Kind zu beobachten, zu begleiten und neue Impulse anzubieten. Jedoch halte ich mich als aktiver Spielpartner zurück, ich bin Ansprechpartner und gebe Unterstützung.

Bewegung

Sie spielt in unserem Alltag eine zentrale Rolle. Die Bewegung ist ein natürliches Grundbedürfnis der Kinder, daher haben sie einen enormen Bewegungsdrang. Im umfunktionierten Schlafraum biete ich den Kindern ein tägliches Bewegungsangebot. Durch Bewegung erkunden die Kinder sich und ihre Umwelt. Verschiedene Bewegungsanreize wie hüpfen, klettern, rutschen, laufen u.v.m. geben dem Kind die Möglichkeit, individuelle Körpererfahrungen zu sammeln, grobmotorische Bewegungsabläufe zu fördern und sich körperlich weiterzuentwickeln. Hierbei ist mir wichtig, dass die Kinder nach ihrem eigenen Ermessen, das Bewegungsangebot meistern, jedes Kind kann hierbei seine eigenen Grenzerfahrungen machen. Durch das Beobachten der Kinder, nehmen wir die Impulse und Interessen der Kinder wahr und schaffen somit immer wieder neue Bewegungsangebote und Reize für die Kinder.

Kinder entdecken die Welt durch Bewegung

Genussvoll Essen

Frühstück

Die Frühstückszeit ist für mich von großer Bedeutung, hier lassen wir uns nicht hetzen, denn eine gemütliche Atmosphäre ist uns während dem Frühstück besonders wichtig. Hier haben die Kinder Zeit, selbst tätig zu werden. Die Kinder teilen die Teller und Tassen aus. Die größeren Kinder haben die Möglichkeit ihre Brote selbst zu schmieren, da ist natürlich etwas Übung und Erfahrung erforderlich. Dafür stehen kleine Brotkörbe auf den Tischen bereit, ebenso ein angerichteter Käse- und Wurstteller. Für unsere Kleinsten stehen belegte Brote auf Tellern zur Auswahl. Darauf haben selbstverständlich alle Kinder Zugriff. Außerdem sind kleine Wasser- und Teekannen auf den Tischen verteilt, damit sich die Kinder einschenken können.

Während unserem Frühstück sind die Kinder schon im vollen Gange und jeder darf mitwirken, selbstbestimmend und selbstwirksam sein. Aber es gibt auch helfende Hände für unsere ganz Kleinen in der Tischgemeinschaft, durch das pro soziale Handeln der älteren Kinder.

Wir Starten gemeinsam mit einem leckeren Frühstück in den Tag. Ich achte dabei auf ein frisches und gesundes Frühstück. Ich biete den Kindern verschiedene Käse- und Wurstsorten an, außerdem gibt es noch Frischkäse, Butter und vegetarische Brotaufstriche zur Auswahl. Während des Frühstücks steht für die Kinder immer frisches Obst und Gemüserohkost parat, hier dürfen sie sich jederzeit selbstständig bedienen. Da mir ein abwechslungsreiches Frühstück wichtig ist, gibt es hin und wieder Haferflocken mit Milch oder als Porridge mit Joghurt und leckeren Früchten. Bei Festen darf es schon mal ein besonderes Frühstück sein.

Das Frühstück wird von mir frisch gekauft und vorbereitet. Dabei achte ich darauf, dass ich unsere Produkte regional vom Bäcker und Metzger beziehe. Damit ein so vielfältiges Frühstück den Kindern angeboten werden kann, ist eine extra Verpflegungspauschale notwendig. (siehe Betreuungskosten)

Getränke

Wasser und Tee erhalten alle Kinder von mir.

 Genussvoll Mittagessen

Auch beim Mittagessen sitzen wir in einer großen Tischgemeinschaft. Hierbei ist es mir genauso wichtig, dass die Kinder diese Zeit aktiv und selbstbestimmend mitgestalten. Das heißt, wie schon beim Frühstück, dass die Kinder mit einbezogen werden. Indem sie die Teller austeilen, die Lätzchen zum Tisch bringen, sich das Essen selbst nehmen und schließlich auswählen, welche Esskomponenten sie probieren möchten. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei, es wird kein Kind gedrängt, etwas zu probieren, wenn es nicht möchte. Dies ist mir, von ganz großer Bedeutung und Wichtigkeit in meiner pädagogischen Arbeit.

Ich nehme Rücksicht auf Allergiker, Lebensmittelunverträglichkeiten und Vegetarier. Das Mittagessen wird von mir zubereitet. Ich achte stets auf ein Abwechslungsreiches Menü.

Während dem Essen stehen die Bedürfnisse und Ressourcen jedes Kindes an erster Stelle, denn jedes Kind soll die Erfahrung machen, dass der Esstisch ein Ort der Freude und des Genießens ist.

Mahlzeiten in der Kindertagespflege ermöglichen somit vielfältiges und ganzheitliches Alltagslernen. Sie bedeuten demnach weit mehr als Essensversorgung und (gesunde) Ernährung. Sie ist immer bedeutende pädagogische Zeit. Sie ist Beziehungszeit zu den Speisen, zu sich selbst und zu denen, mit denen gegessen wird. Die Essenssituation bietet vielfältige Sprachanlässe, motorische Übung und Training sozialer Interaktion. Sie ist verknüpft mit Emotionen und steckt voller gelebter Anschauungen und Werte ob bewusst oder unbewusst.

Kinder sollen die Essenssituationen als etwas genussvolles Erleben.

Entspannungszeit

Der kindliche Schlafbedarf zählt zu den lebenswichtigen Grundbedürfnissen des Kindes. Darum ist es mir wichtig, den Kindern ihren natürlichen Schlafbedarf zu stillen. Je nach Alter und Persönlichkeit des Kindes ist das Schlafbedürfnis sehr unterschiedlich. Dies betrifft meist noch die jüngeren Kindertagespflegekinder, die einen kleinen Vormittagsschlaf benötigen. Der angrenzende Schlafraum am Gruppenraum, ermöglicht so, auf die individuellen Schlafbedürfnisse einzugehen.

Nach dem Mittagessen gibt es für alle Kinder eine Ruhe- und Schlafenszeit. Kinder brauchen nach Anstrengung auch immer wieder Erholung und Ruhe, dies ist essenziell. Neu erworbenes Wissen kann sich in Ruhephasen festigen und verankern. Denn ohne ausreichend Schlaf sind Kinder weniger aufnahme- und konzentrationsfähig, sind emotional instabiler und schneller frustriert.

Durch eine liebevolle Schlafbegleitung, einen festen Schlafplatz und eine ruhige und angenehme Atmosphäre kann das Kind sich sicher und geborgen fühlen. Welches sehr bedeutend für einen erholsamen Schlaf ist. Unterstützt wird die Erholungsphase, indem sie ein vertrautes Kuscheltier, ein Schmusetuch oder Schnuller mitnehmen dürfen. Der Schlafraum wird dafür etwas abgedunkelt, jedoch wird nicht die Nacht vorgetäuscht. Damit das Kind sein Tag-Nacht-Gefühl stärken und beim Aufwachen sich orientieren kann. Eine optimale Schlafumgebung zu schaffen ist von großer Bedeutung in meiner Arbeit.

Kinder, die nicht einschlafen können, dürfen nach einer kurzen Ausruhphase wieder aufstehen und im Gruppenraum spielen. Dies kommt häufiger bei den schon etwas älteren Kindertagespflegekindern vor. Hierbei ist mir wichtig, dass die Kinder den Wechsel von Anspannung und Entspannung lernen und somit die Selbstregulation trainieren.

Unsere Sprösslinge dürfen ihrem natürlichen Schlafbedarf nachkommen und werden nicht geweckt. Sie sind täglich, wie oben schon beschrieben, gefordert eine Vielzahl von Reizen und Informationen zu verarbeiten. Sie befinden sich in einem bedeutsamen Erholungs- und Lernprozess. Somit haben die Kinder auch am Nachmittag die Chance konzentriert und lernbereit die Welt zu erforschen.

Kinder, die ausgeschlafen haben, dürfen jederzeit aufstehen und wieder am Gruppengeschehen teilnehmen. Die großartigen Bett Nestchen machen das selbstständige Aufstehen möglich.

Auch im Alltag können sich die Kinder jederzeit in unserer Kuschelecke im Gruppenraum ausruhen oder sich ein stilles Plätzchen mit einem Kissen suchen.

Guter und ausreichender Schlaf macht Kinder stark und sie sind für alle Abenteuer gewappnet.